Immer mehr Menschen spannen ein Sonnensegel über ihre Terrasse, statt eine feste Markise oder Überdachung zu bauen: Es hält die Mittagssonne ab, wirkt leicht und lässt sich im Herbst wieder abnehmen. Wenn auch Sie ein Sonnensegel für die Terrasse planen, führt Sie diese Anleitung durch alle Schritte – von der Wahl der Befestigungspunkte und Pfosten über das passende Tuch bis zum korrekten Spannen. So hält Ihr Sonnensegel auf der Terrasse dauerhaft und sieht den ganzen Sommer gut aus.
Bevor Sie Material kaufen, lohnt sich ein genauer Blick auf den Standort. Diese Faktoren entscheiden, wo und wie Ihr Sonnensegel hängen sollte:
Je nach Situation kommen weitere Punkte hinzu. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Terrasse ein, zwei Tage zu beobachten, bevor Sie die ersten Löcher bohren.
Einige Entscheidungen fallen am besten, bevor die Bohrmaschine zum Einsatz kommt. Gehen wir sie der Reihe nach durch.
Steht der Platz fest, geht es um die Befestigungspunkte für jede Ecke. Manche sind schon vorhanden: eine Pergola, ein Mauerpfeiler, ein kräftiger Baum, ein Zaunpfosten oder der Dachüberstand.
Dieser Schritt ist der wichtigste der ganzen Montage. Jeder Ankerpunkt muss statisch belastbar sein, denn ein gespanntes Sonnensegel zieht ständig an ihm – bei jeder Böe deutlich stärker. Sind Sie unsicher, ob eine Wand oder ein Balken die Last trägt, fragen Sie vorab einen Fachbetrieb oder einen Statiker.
Klären Sie vor der Montage, ob in Ihrer Gemeinde Vorgaben gelten, etwa durch den Bebauungsplan. Wohnen Sie zur Miete oder in einer Eigentumswohnung, holen Sie vorab die Zustimmung des Vermieters bzw. der Eigentümergemeinschaft ein – vor allem, wenn Sie in die Fassade bohren möchten.
Für die Befestigung eines Sonnensegels gibt es eine breite Auswahl an Zubehör: Augplatten als Wandhalterung, Spannschrauben, Karabiner, Seile und Stahlseile. Vieles finden Sie im Baumarkt; in unserem Shop haben wir das Befestigungszubehör aus Edelstahl zusammengestellt, das auf unsere Sonnensegel abgestimmt ist.
Mit einem Seil oder einer Kette verlängern Sie die Verbindung bis zu einem etwas weiter entfernten Ankerpunkt. Wählen Sie immer das Zubehör, das zu Ihrer Montage und zur erwarteten Belastung passt.
An der Hauswand setzen Sie eine Augplatte mit Dübeln, die zum Mauerwerk passen: In Vollziegel oder Beton halten Schwerlastdübel, in Lochziegel oder Porenbeton brauchen Sie Dübel, die für diesen Baustoff gemacht sind. Am Dachüberstand gehört der Befestigungspunkt an die tragende Holzkonstruktion, also an Sparren oder Pfette – nie an Dachrinne, Blende oder Verkleidung. So entsteht eine feste Verbindung, die die Zugkräfte sicher aufnimmt.
Bäume eignen sich nur als VORÜBERGEHENDER Ankerpunkt. Der Stamm sollte mindestens 25 cm Durchmesser haben. Legen Sie einen breiten Gurt oder ein Seil um den Stamm, statt in das Holz zu schrauben, und kontrollieren Sie die Spannung regelmäßig: Ein Baum bewegt sich im Wind.
Die Pfosten wählen
Fehlt ein Ankerpunkt, setzen Sie einen Pfosten. Bei Holz empfehlen wir kesseldruckimprägniertes Nadelholz, das für Erdkontakt geeignet ist, oder ein von Natur aus sehr dauerhaftes Hartholz – Ihr Holzfachhandel berät Sie gern. Die Länge ergibt sich aus der gewünschten Höhe des Sonnensegels plus der Tiefe des Fundaments.
Auch Stahlpfosten sind eine gute Wahl. Sie bekommen sie im Baumarkt oder im Stahlhandel, können sie auf Länge schneiden lassen und passend zu Sonnensegel und Umgebung lackieren. Wer nicht selbst bauen möchte, findet fertige Masten und Pfosten für Sonnensegel aus Aluminium und Holz.
Die Löcher vorbereiten
Messen Sie die Mittelpunkte der Fundamente aus und markieren Sie sie am Boden. Heben Sie Löcher von 40 x 40 cm und 80 cm Tiefe aus.
Fester Boden: Geben Sie eine 10 cm starke Schicht Kies (Körnung um 20 mm) auf die Sohle, unter den Pfostenfuß.
Weicher Boden: Gießen Sie zuerst eine 10 cm dicke Betonschicht als tragfähige Basis ein.
Stellen Sie die Pfosten ein, richten Sie sie mit Richtschnur und Wasserwaage lotrecht aus und stützen Sie sie vorübergehend ab.
Betonieren
Mischen Sie den Beton nach den Angaben auf dem Sack; Ihr Baustoffhändler gibt Ihnen bei Bedarf Tipps für Ihren Boden. Füllen Sie die Löcher bis oben und verdichten Sie den Beton gut. Ziehen Sie die Oberfläche leicht vom Pfosten weg schräg ab, damit Regenwasser nicht am Pfostenfuß stehen bleibt. Lassen Sie den Beton mindestens 48 Stunden aushärten, bevor Sie das Sonnensegel spannen, und lassen Sie die Stützen so lange stehen.
Ein Tipp: Neigen Sie jeden Pfosten leicht nach außen, vom Sonnensegel weg. Dann drückt die Spannung ihn in sein Fundament, statt ihn umzuziehen.
Bringen Sie das Befestigungszubehör an den Ankerpunkten an. Achten Sie darauf, dass alle Verbindungen zur Mitte des Segels zeigen und fest sitzen, und prüfen Sie noch einmal jeden Ankerpunkt. Breiten Sie das Sonnensegel dann unter seiner späteren Position aus und beginnen Sie mit der Montage.
Verbinden Sie die Ecken des Sonnensegels mit dem gewählten Zubehör mit den Ankerpunkten. Gehen Sie dabei immer über den vorgesehenen Eckpunkt – D-Ring, Befestigungsschlaufe oder Befestigungspunkt, je nach Modell – und nie durch das Gewebe.
Verbinden Sie alle Punkte und nutzen Sie bei Bedarf eine Ratsche oder Spannschraube für mehr Hebelkraft. Hören Sie auf, sobald das Segel straff ist und kaum noch Falten wirft. ACHTUNG: nicht überspannen. Kontrollieren Sie die Spannung regelmäßig und ziehen Sie nach, wenn nötig.
Planen Sie außerdem einen Höhenunterschied von 20 bis 30 cm zwischen zwei gegenüberliegenden Ecken ein. Er dient nicht dazu, Wasser abzuleiten, sondern hält das Tuch unter Spannung: Ein völlig flach gespanntes Segel gibt mit der Zeit nach, hängt in der Mitte durch und sammelt dort Feuchtigkeit, Laub und Staub.
Ihr Sonnensegel ist für UV-Schutz und Komfort im privaten Außenbereich gedacht. Achten Sie bei der Standortwahl darauf, dass alle Ankerpunkte tragfähig sind und die Beschläge fest sitzen. Kontrollieren Sie sie regelmäßig, besonders nach starkem Wind, und nehmen Sie das Segel ab, wenn ein Sturm oder ein heftiges Sommergewitter angekündigt ist – das dauert nur wenige Minuten.
Bestimmte Chemikalien, etwa das Chlor eines Pools, können das Gewebe vorzeitig angreifen. Prüfen Sie vor dem Einsatz von Reinigungs- oder Pflanzenschutzmitteln in der Nähe, ob sie mit dem Gewebe verträglich sind.
Kein offenes Feuer in der Nähe des Tuchs – und grillen Sie nicht unter dem Sonnensegel.
Sie können Ihr Sonnensegel jederzeit mit einer milden Seifenlauge reinigen. Tragen Sie sie mit einem Schwamm oder einer sehr weichen Bürste auf, lassen Sie sie etwa 10 Minuten einwirken und spülen Sie gründlich mit dem Gartenschlauch nach.
Das Gewebe gehört NICHT in Waschmaschine oder Trockner. Verzichten Sie auf harte Bürsten, Scheuerschwämme, scheuernde Mittel und den Hochdruckreiniger. Lassen Sie das Segel vor dem Einlagern im Herbst vollständig trocknen.
Weiterführende Tipps finden Sie in unserer Kaufberatung für Sonnensegel und in unserem Ratgeber, wie Sie ein Sonnensegel Dreieck befestigen.
Viele Hausbesitzer nutzen ihre Terrasse und ihren Garten dank eines Sonnensegels deutlich mehr – unterschätzen aber, dass eine gute Montage Planung braucht. Ein Sonnenschutzsegel ist ein Tuch, das zwischen drei oder vier Ankerpunkten gespannt wird und darunter Schatten spendet. Damit es hält, kommt es auf folgende Punkte an:
Welcher Mast passt, hängt von der gewünschten Konstruktion ab. Holzpfosten sind am verbreitetsten, verzinkter Stahl oder Aluminium wirken moderner. Das Tuch spendet den Schatten: Es muss gespannt sein, damit das Ganze stabil steht und möglichst viel Fläche beschattet. Die Befestigung ist der entscheidende Teil – das richtige Material, die passende Stärke der Beschläge und geeignete Seile machen den Unterschied.
Prüfen Sie bei der Wahl des Standorts das örtliche Wetter. Auf einer windigen Dachterrasse oder in offener Lage brauchen Sie ein luftdurchlässiges Tuch und besonders solide Ankerpunkte. Höhe und Art der Unterkonstruktion hängen außerdem vom Untergrund ab: Eine Befestigung an Wand oder Pfosten auf der Terrasse verlangt anderes Material als eine Montage im Garten auf ebenem Rasen. Denken Sie auch an praktische und optische Details wie die Lage der Ankerpunkte und ihren Abstand zueinander. Und: Der Schatten wandert mit der Sonne und fällt selten genau unter das Segel.
Sonnensegel unterscheiden sich zuerst in der Form: rechteckig, quadratisch oder dreieckig. Ein rechteckiges Segel deckt einen Esstisch von Kopf bis Fuß ab, ein quadratisches gibt gleichmäßigen Schatten auf kompakter Fläche, ein Dreieck braucht nur drei Ankerpunkte und wirkt besonders leicht. Dann folgt das Material: gewebtes Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit 220 g/m² in unserer Zephyr-Reihe, Kokosfaser, Jute oder Tarnnetz. Jedes gibt es in mehreren Farben, sodass Sie das passende Segel für Ihr Haus finden. Alle sind luft- und wasserdurchlässig – genau das macht sie windstabil, ganz ohne Hitzestau darunter. Mehr dazu zeigt unser winddurchlässiges Sonnensegel Zephyr.
Ein Sonnensegel braucht eine robuste Unterkonstruktion. Damit sie sicher steht, zählen drei Dinge: das richtige Material, seine Abmessungen und Wandstärke sowie die Lage der Befestigungspunkte. Holzpfosten halten das Segel zuverlässig, verzinkter Stahl oder Edelstahl trotzen Wetter und Verschleiß besonders gut. Prüfen Sie auch den Boden: Wo ist er fest, wo gibt er nach? So gehen Sie vor:
Das Sonnensegel ist eine immer beliebtere Lösung, um Terrasse, Garten und Innenhof zu beschatten. Die Vorteile liegen auf der Hand: großzügiger, dauerhafter Schatten, ohne dass der Außenbereich verbaut wirkt. Es passt sich Ihrem Platz an, weil es an der Wand, an Pfosten im Boden oder sogar an einem Baum befestigt werden kann. Und das Tuch gibt es in mehreren Farben und Materialien, passend zu jedem Stil.
Es gibt aber auch Nachteile, die Sie kennen sollten. Eine falsche Montage kostet zusätzlich Geld und Nerven und bringt Schatten, der nicht lange hält. Ohne feste Ankerpunkte und korrekte Spannung arbeitet das Segel im Wind mehr als nötig und verschleißt vorzeitig. Ein Sonnensegel schützt zudem vor Sonne, nicht vor Regen: Es ist nicht wasserdicht, sondern wasserdurchlässig. Sorgfalt bei der Montage zahlt sich also aus.
Ein Sonnensegel ist eine hervorragende Möglichkeit, auf der Terrasse einen geschützten Schattenplatz zu schaffen – vorausgesetzt, Sie planen sorgfältig. Mast und Tuch, Höhe und Unterkonstruktion, das örtliche Klima, der Untergrund für die Ankerpunkte und das richtige Material zählen gleichermaßen. Wägen Sie Vor- und Nachteile ab, bauen Sie eine robuste Unterkonstruktion und folgen Sie den Schritten dieser Anleitung.
Zusätzliche Empfehlungen: Beachten Sie bei der Montage außerdem Folgendes: