In vielen Gärten gibt es eine Ecke, in die nachmittags niemand geht: Der Rasen verbrennt, die Bank glüht, die Kinder flüchten ins Haus. Ein Sonnensegel für den Garten macht daraus einen Platz zum Bleiben – für das Essen im Freien, die Siesta am Pool oder den Sandkasten im Schatten. Ganz ohne Bodenplatte oder Überdachung, mit dem, was Ihr Garten schon bietet: einer Hauswand, einem Baum oder einem Mast.
So wählen Sie Standort, Ankerpunkte, Form und Tuch für ein Sonnensegel im Garten, das den ganzen Sommer hält.
Beginnen Sie mit der Nutzung, nicht mit dem Segel. Beobachten Sie, wo die Sonne zu den Zeiten steht, zu denen Sie den Platz nutzen möchten: Der Schatten eines Segels wandert mit der Sonne und fällt selten genau darunter.
Fast nie gibt zuerst das Tuch nach, sondern die Befestigung. Jeder Ankerpunkt muss belastbar sein – ihn sollten Sie am sorgfältigsten auswählen.
An einer massiven Wand setzen Sie eine verschraubte Augplatte. Das Sonnensegel Befestigungsset enthält Spannschrauben, Augplatten und Karabiner aus Edelstahl samt Schrauben und Dübeln. Die mitgelieferten Dübel sind für massiven Untergrund gedacht: In Lochziegel oder Hohlblockstein brauchen Sie einen Dübel, der zum Baustoff passt.
Ein kräftiger Stamm kann als Ankerpunkt dienen. Legen Sie einen Gurt oder ein Seil aus geflochtenem Polyester um den Stamm, statt in den Baum zu schrauben, und kontrollieren Sie die Spannung ab und zu: Ein Baum bewegt sich im Wind.
Mitten auf dem Rasen oder am Pool schafft der Teleskopmast aus Aluminium den fehlenden Ankerpunkt, und seine Höhe lässt sich verstellen. Er steckt in einer Bodenhülse, die in weichen Boden eingedreht oder einbetoniert wird; für die schweren Kokosfaser-Segel ist er nicht geeignet. Mit Masten an allen Ecken steht Ihr Sonnensegel im Garten sogar freistehend. Neigen Sie den Mast leicht nach außen, vom Segel weg: Die Spannung drückt ihn dann in seine Verankerung, statt ihn umzuziehen. Natürlicher wirkt ein Holzpfosten für Sonnensegel.
Für die Größe gehen Sie vom Abstand der Ankerpunkte aus und wählen ein etwas kleineres Tuch: Die Verbindungen gleichen die Differenz aus, und Sie können es richtig spannen. Hier finden Sie alle verfügbaren Größen.
Im offenen Garten ist der Wind die größte Sorge. Ein geschlossenes Tuch verhält sich wie ein Bootssegel: Es bläht sich auf und zerrt an den Befestigungen. Ein luftdurchlässiges Gewebe lässt den Wind durch – und genau deshalb hält es.
Zur Sicherheit nehmen Sie das Tuch ab, wenn ein Sturm angekündigt ist – das dauert nur wenige Minuten.
Versetzen Sie zwei gegenüberliegende Ecken um 20 bis 30 cm in der Höhe. Streng flach gespannt, wird ein Tuch mit der Zeit schlaff und hängt in der Mitte durch; mit diesem Höhenunterschied bleibt es gespannt, flattert nicht im Wind und trocknet nach einem Schauer schnell. Spannen Sie die Ecken anschließend über Kreuz, ohne Gewalt, und spannen Sie nach einigen Tagen nach, wenn sich die Verbindungen gesetzt haben.
Das hängt von Ihrer Gemeinde und der Art der Befestigung ab. Örtliche Vorgaben, etwa aus dem Bebauungsplan, können eine Rolle spielen – erkundigen Sie sich im Zweifel bei Ihrer Gemeinde. Wohnen Sie zur Miete oder in einer Wohnanlage, holen Sie vorab die Zustimmung des Vermieters bzw. der Eigentümergemeinschaft ein.
Ja, wenn der Stamm kräftig ist. Legen Sie einen Gurt oder ein Seil um den Stamm, statt ins Holz zu schrauben, und behalten Sie die Spannung im Blick: Der Baum bewegt sich im Wind.
Nein. Unsere Sonnensegel sind nicht wasserdicht, sondern wasserdurchlässig: Das Wasser läuft hindurch, statt einen Wassersack zu bilden, der das Tuch verformt und an den Ankerpunkten zerrt. Ein Sonnensegel schützt vor Sonne, nicht vor Schauern.
Es gibt keinen: Alle drei Begriffe bezeichnen ein Tuch, das an mehreren Ankerpunkten befestigt wird und eine Schattenzone schafft.
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